Einfluss Von Grapefruitsaft Auf Rezeptpflichtige Medikamente

Einfluss Von Grapefruitsaft Auf Rezeptpflichtige Medikamente

Hilft die Grapefruit beim Abnehmen?

Wenn jemand über mehrere Monate hinweg dreimal täglich vor jeder Mahlzeit eine halbe Grapefruit isst, dann verlieren diese Person ein bis zwei Pfund an Gewicht – das ist allerdings auch nicht mehr als wenn diese Person drei Äpfel oder Birnen gegessen hätte. In einer Studie wurden Grapefruitesser aber nicht nur leichter sondern auch schlanker und ihr Körperfett ist nur so dahin geschmolzen. Wenn wir diese Studie allerdings wiederholen und stattdessen die Leute ein Glas Wasser vor jeder Mahlzeit trinken lassen, dann erhalte wir die gleichen Ergebnisse. Es scheint so, als sei dieser Glaube, dass Grapefruits fettverbrennende Eigenschaften besitzen, nur ein reiner Mythos.

Grapefruit Bild 2 AufgeschnittenWissenschaftler fanden heraus, dass Grapefruitkonsumenten eine Senkung ihres Gewichtes, eine signifikante Senkung ihres Cholesterins und des Blutdrucks verzeichneten. Daraus leiteten die Wissenschaftler jedoch ab, dass 6 Wochen Grapefruitkonsum keinen signifikanten Einfluss auf das Körpergewicht, den Cholesterinspiegel oder den Blutdruck hatte. Das mag nun etwas verwirren, aber auch hier zeigte sich wieder, dass die Grapefruit nicht besser als ein Placebo war.

Andere Studien widerum zeigten einen legitimen Cholesterinsenkenden Effekt der Grapefruit. So zeigte z.B. eine Studie eine Verminderung des Cholesterins, jedoch nur von einem Lebensbedrohlich hohen Cholesterinlevel zu einem anderen Lebensbedrohlich hohen Cholesterinlevel. Um Herzkrankheiten zu verhindern ist ein Cholesterinlevel von unter 150 notwendig. Dieser wird aber heute durchschnittlich von den Menschen erreicht, welche sich ausschließlich von pflanzlicher Kost ernähren und nicht nur von Grapefruits.

Auch wenn Grapefruits alleine nicht sehr viel bringen mögen, so empfehlen Wissenschaftler trotzdem, dass die Menschen eher eine Grapefruit essen sollten anstatt cholesterinsenkende Medikamente zu sich zu nehmen, unter anderem, weil die meisten Menschen mit Herzkrankheiten ihre Medikamente nach ein paar Jahren auf Grund der starken Nebenwirkungen wieder absetzen müssen. Grapefruits selbst haben hingegen keine Nebenwirkungen. Ironischerweise kann Grapefruit aber die Nebenwirkung in Kombination mit Medikamenten noch verschlimmern.

Wenn wir viele Früchte und Gemüse essen, brauchen wir mit aller Wahrscheinlichkeit kaum Medikamente, aber einige Pflanzenstoffe in Pflanzen können die Verarbeitung von Medikamenten im Körper beeinflussen. Grapefruit ist in dieser Hinsicht ein Pharmakologischer Alptraum. Natürliche Pflanzenstoffe in der Grapefruit können gewisse Enzyme, welche für die Ausleitung von Medikamentenstoffen im Körper verantwortlich sind, unterdrücken. Eine verringerte Ausleitung von Medikamenten bedeutet auch, eine höhere Medikamentenkonzentration im Körper. Das mag vielleicht erwünscht sein, wenn wir mehr von unserem Frühstückskaffee haben wollen oder unser Doktor uns dabei helfen will, viel Geld für teuere Medikamente zu sparen, die wir ansonsten wieder ausgepinkelt hätten. Aber ein hoher Medikamentenspiegel im Blut bedeutet auch ein höheres Risiko für Nebenwirkungen. Frauen, die die Pille nehmen, haben ein höheres Risiko für Blutverklumpungen. Dieses steigt sogar noch weiter an, wenn diese Frauen Grapefruit zu sich nehmen. Wenn die Pille mit Grapefruit zusammen eingenommen wird, dann kann die Medikamentenkonzentration im Blut um 137 Prozent zunehmen.

Durch die Unterdrückung unserer Medikamentenausleitungsenzyme durch die Grapefruitsaft, steigt also der Spiegel der eingenommenen Östrogene im Blut.Und was passiert dann mit unserem Körpereigenen Östrogenspiegel? Eine Studie die diesen Effekt untersuchte, konnte keine Beeinflussung durch Grapefruit auf die natürlichen Körpereigenen Stoffe feststellen.

Für all jene, die unnatürliche Chemie zu sich nehmen, ist es eine sehr gute Idee den Grapefruitkonsum 72 Stunden vorher einzustellen, da ansonsten eine Interaktion mit Medikamenten nicht auszuschließen ist. Wenn du allerdings weiterhin Grapefruit zu dir nehmen willst, solltest du deinen Arzt nach Medikamenten fragen die nicht durch Grapefruit beeinflusst werden.

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