Banane (Banana)

Inhalt

1. Einleitung
2. Verzehr & Zubereitung
3. Herkunft und Produktion
4. Bananen-Sorten
5. Einkauf & Lagerung
6. Gesundheit
7. Zusammensetzung und Inhaltsstoffe
8. Enzyme und Mineralien


Die Banane gehört, ebenso wie der Apfel, zu Deutschlands beliebtesten Früchten und hat denselben Stellenwert bei uns, wie die Kartoffel. Sie schmeckt sehr süß und man kann sie vielfältig zubereiten. Da sie ein natürlicher und schneller Energielieferant ist, eignet sie sich super für Sportler. Aber Vorsicht! Man sollte ihre Wirkung nicht verwechseln! Sie versorgt den Körper mit viele Mineralien, was gut ist, wenn man Sport treibt. Jedoch enthält die Banane viel Fruchtzucker und zählt zu den Kalorienreichsten Früchten. Daher ist sie zum Abnehmen eher ungeeignet. Nichts desto Trotz ist sie aber mit ihren 70-80 kcal/100g kein Dickmacher. Ganz im Gegenteil. Sie ist leicht bekömmlich und aufgrund ihres hohen Fasergehalts ideal für die Verdauung. Zudem hat die Banane ein Enzym, das dabei hilft, ein Glückshormon im Gehirn auszuschütten und trägt dazu bei, sich besser zu fühlen. Was viele außerdem nicht wissen: Trotz ihrer ganz eigensinnigen Form, zählt die Banane im botanischen Sinne zu den Beeren.
Da die Banane eine sehr cremige Konsistenz hat und je nach Reife sehr süß schmeckt, ist sie eine beliebte Zutat für viele Smoothie-Rezepte. Im Fernen Osten werden die meisten Bananen der über 1000 Arten, vor ort verzehrt. Man unterscheidet Obst-, Gemüse und Textilbananen. Obstbananen sind in Europa sehr oft vertreten. Ab und zu gibt es auch die Gemüsebanane. Die Textilbanane, ist hier unbekannt.
Gemüsebananen dienen hauptsächlich in Afrika und Teilen Asiens zur Grundnahrungsmittel.
Der Anbau der Banane benötigt viele Nährstoffe aus dem Boden, weswegen die Plantagen alle 20 Jahre neu angelegt werden müssen, da der Boden ausgelaugt ist.


Verzehr und Zubereitung

Die Banane ist über das ganze Jahr hinweg erhältlich. Die ledrige Bananenschale ist sehr schützend und lässt sich sehr einfach mit der Hand schälen. Die Banane kann vielseitig zubereitet werden. Ob Roh, gekocht, gebacken oder gefroren, die Banane ist in jeder Variation sehr lecker.

Herkunft und Produktion

Die Banane gehört zusammen mit der Mango zu den ältesten Früchten, die der Mensch angebaut hat. Der Ursprung der Banane liegt in südasiatischen Tropenländern wie Malaysia oder Thailand und hat sich mit der Zeit über Indien und über arabische Gebiete erstreckt und sich nach und nach auch in Afrika und Europa ausgebreitet. Erst im 15 Jahrhundert dann, kam die Banane auch nach Amerika.
Heute zählen zu den Hauptanbaugebieten Brasilien, Ecuador, Honduras, Costa Rica, Panama und Kolumbien, die riesige Plantagen unterhalten. Grün werden die Bananen geerntet und in Kühlschiffen transportiert.

Bananen-Sorten

Die Banane gehört der Familie der Bananengewächsen (Musaceae) an. Von der Banane gibt es über 1000 tropische und subtropische Arten. Dabei gehören nur 20 Bananen-Sorten zu den Bekannten. Es gibt drei verschiedene Arten von Bananen: Obstbananen, Gemüsebananen und Textilbananen.

1) Obstbanane:

Die Obstbanane ist die uns einzige in Europa bekannte gelbe, süßlich schmeckende Banane, die vor allem Roh verzehrt werden kann. Zu ihrem größten Vertreter auf dem Markt gehört die Dessertbanane Cavendish.

b1Cavendish: Diese Banane wird hauptsächlich für die USA und Europa angebaut. Sie dient einzig und allein dem Verzehr und kann sowohl roh als auch gekocht genossen werden. Ihr Geschmack ist süß und mild. Sie wird grün geerntet und kommt erst am Ort des Verbrauchs zur vollständigen Reife. Angebaut wird sie vor allem in Ecuador, Costa Rica, Honduras, China, und auf den Phillipinen. Sie macht 12 % der weltweiten Bananenproduktion aus.

gmbGros Michel: Diese Banane war vor 1950 die meistexportierte Banane. Eine dicke Schale und süßlicher Geschmack waren ihre Markenzeichen. Jedoch wurde sie von der Cavendish-Banane abgelöst, weil viele Bananenpflanzen ihrer Gattung von einem Pilz überfallen wurden und der Bedarf dieser Sorte auf dem Markt nicht mehr gedeckt werden konnte.

Pisang mas bananas (foreground), red bananas (background)Banane Mas
Kleine, gelbe Banane aus den Tropen. Nougatartig im Geschmack.

 

 

Rote Banane
Wie der Name schon sagt, besitzt diese Banane eine rote bis dunkelrote Schale, Ihr Fruchtfleisch ist lachsfarben und im allgemeinen ist sie noch süßer als herkömmliche Bananen.

Apfelbanane:
Diese Banane ist klein, schmal und hat einen außergewöhnlichen säuerlichen und cremigen Geschmack. In Europa ist sie kaum vertreten, dafür aber in Afrika und den Antillen.

Banane Kanarie
Vergleichen kann man diese Banane mit der Cavendish, jedoch ist ihre Konsistenz wesentlich fester. Angebaut wird sie in Spanien und auf den kanarischen Inseln.

 

Babybanane: Auch als Fingerbanane bezeichnet, wird sie in Kenia und Südamerika angebaut. Sie ist sehr aromatisch und süß, ist 10cm lang und besitzt eine dünne gelbe haut. Die Babybanane ist fast das ganze jahr erhältlich.

2. Gemüsebanane

kbGemüsebananen sind häufig in tropischen Gebieten auffindbar. Dort ebenbürtig mit der Kartoffel, wird sie auch gern als Kochbanane bezeichnet. Doch erreicht diese Frucht auch ohne Kochen einen unvergleichlichen Geschmack. Jedoch gilt das nicht für jede Sorte. Bei voller Reife wird die Schale schwarz und das Innere gibt bei Fingerdruck nach. Das Fruchtfleisch hat eine gelb-rosane Farbe.  Ihr Geschmack ist sehr cremig bis puddingartig und süß-säuerlich.

Mehl-Kochbanane: Roh sind diese Bananen ungenießbar, da sie sehr mehlig schmecken. Sie eigenen sich aber , wie der Name schon sagt, hervorragend zum kochen, braten oder backen. Auch kann man aus ihr bananenmehl und Trockenobst herstellen. Ihre Farben variieren von grün, gelb und rot.

2) Textilbanane:

textilbananeFaserbanane Manilahanf: Ist auf den Philipinen und Borneo vertreten, hat sehr feste Fasern und wird in Textilverarbeitung verwendet.Sie ist nicht zum Verzehr geeignet. Klein und steinharte Samen, nur Blätter und Staudenfasern werden genutzt für Textilien.

 


Einkauf und Lagerung

Bananen sind das ganze Jahr erhältlich!

  • Grün geerntet
  • Gelb im Handel erhältlich
  • Lässt sich in allen Reifezuständen verzehren
  • Grün säuerlich, gelb süß, gelb mit schwarzen Flecken sehr süß
  • bei 13°C optimal gelagert
  • Zum nachreifen am besten mit einem Apfel in eine Plastiktüte legen

Gesundheit:

Die Heilwirkung der Banane ist sehr rar. Man bevorzugt ihren Verzehr wegen ihres Geschmacks, nicht aber, weil sie viele Vitamine liefert. Dafür aber ist sie Mineralienreich und wirkt trotzdem positiv in einigen Bereichen:

Aufgaben der Banane:

  • Energielieferant
  • Verhindert Magenübersäuerung
  • Unterstützt den Magen-Darm-Bereich
  • Sorgt leicht für die Ausschüttung von Glückshormonen
  • Heilwirkung im Magen-Darm-Bereich

Zusammensetzung und Inhaltsstoffe

In der folgenden Tabelle, werden die Nährwerte der Banane im Bezug auf den Tagesbedarf aufgezeigt.

GDA-Richtwerte der Banane
Gehalt in Banane/100g TB in Prozent (Frau/ Mann) Tagesbedarf Frau Tagesbedarf Mann Energie in Prozent
Brennwert 371KJ (89 kcal) 4,4%/ 3,6% 8373 kJ (2000 kcal) 10467 kJ (2500 kcal) 100%
Eiweiß 1,09 g 2,2%/ 1,8% 50 g 60 g 10%
Kohlenhydrate 22,84 g 8,4%/ 6,7% 270 g 340 g 60%
Fett 0,33 g 0,5%/ 0,4% 70 g 80 g 30%
Ballaststoffe 2,6 g 10,4/ 10,4% 25 g 25 g

 

In dieser Tabelle werden, beginnend mit dem höchsten Anteil, Die Vitamine, Mineralien und Spurenelemente der Banane gezeigt und wieviel der Mensch generell am Tag von diesen zu sich nehmen sollte.

 

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in je 100g der Banane
Vitamine
Gehalt in Banane
TB in Prozent (Frau/ Mann) Tagesbedarf Frau Tagesbedarf Mann
Vitamin B6 (Pyridoxin) 0,4 mg 28,6%/ 28,6% 1,4 mg 1,4 mg
Vitamin C 8,7 mg 10,8%/ 10,8% 80 mg 80 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure) 0,334 mg 5,5%/ 5,5% 6 mg 6 mg
Vitamin B2 (Riboflavin) 0,073 mg 5,2%/ 5,2% 1,4 mg 1,4 mg
Vitamin B9/ B11 (Folsäure) 0,02 mg 10,0%/ 10,0% 0,2 mg 0,2 mg
Vitamin B3 (Niacin) 0,665 mg 4,7%/4,1% 14 mg 16 mg
Vitamin B1(Thiamin) 0,031 mg 2,6%/ 2,2% 1,2 mg 1,4 mg
Vitamin B4 (Cholin) 9,8 mg 2,3%/ 1,8% 425 mg 550 mg
Mineralien und Spurenelemente
Mangan 0,27 mg 13,5%/ 13,5% 2,0-5,0 mg 2,0-5,0 mg
Magnesium 27 mg 9,0%/ 7,7% 300 mg 350 mg
Kalium 358 mg 17,9%/ 17,9% 2000 mg 2000 mg
Phosphor 22 mg 3,1%/ 3,1% 700 mg 700 mg
Eisen 0,26 mg 1,7%/ 2,6% 15 mg 10 mg
Zink 0,15 mg 2,1%/ 1,5% 7,0 mg 10 mg
Natrium 1 mg 0,2%/ 0,2% 550 mg 550 mg

 

Enzyme,Mineralien und Spurenelemente

Enzyme und Mineralien:

Kalium: Erregt die Muskel- und Nervenzellen, unterstützt den Herzmuskelkreislauf und reguliert den Blutdruck. Der Wasserhaushalt des Körpers wird ebenfalls vom Kalium reguliert. Außerdem aktiviert es verschiedene Enzyme, die bei der Herstellung von Eiweißen und beim Kohlenhydratstoffwechsel für die Produktion von Energie helfen.

Magnesium: Magnesium wirkt antidepressiv und gleicht Ängste und Nervosität aus. Außerdem wird die Muskel- und Nervenfunktion vom Magnesium stabilisiert und der Calciumhaushalt beeinflusst.

Calcium: Hilft bei der Blutgerinnung, der Herz,- Nieren-, und Lungenfunktion und wirkt entspannend und beruhigend. Außerdem verleiht Calcium Knochen und Zähnen Stabilität und Stärke.

Phosphor: Hilft bei der Signalübermittlung innerhalb von Körperzellen und unterstützt bei der Bereitstellung von Energie in Form von ATP (Adenosintriphosphat). Außerdem dient Phosphor als Baustoff für Knochen und Zähne.

Vitamine:

Im Vergleich zu anderen Früchten, sind die Vitamine bei der Banane nur mäßig vertreten (12mg/100g).

Vitamin A (Beta-Carotin): Wirkt sich positiv auf das Sehvermögen aus. Es stellt Testosteron(Hormon) her und fördert die Bildung und das Wachstum der Haut und der Schleimhäute. Außerdem unterstützt es das Immunsystem und reduziert Oxidationsprozesse.

B-Vitamine: Helfen bei der Bildung von Koenzymen, die Enzymen bei ihrer Arbeit unterstützen.

Vitamin C: Fördert die Bildung von Noradrenalin (Hormone) und Steroidhormonen. Außerdem unterstützt es die Eisenaufnahme im Darm und hilft beim Aufbau von Zähnen, dem Zahnfleisch und der Knochen sowie des Bindegewebes.

Vitamin E: Vitamin E schützt vor Arterienverkalkung und unterstützt die Abwehrkräfte und hat eine antioxidantische Wirkung. Es kann nur im Zusammenhang mit Fett verwertet werden.

Spurenelemente:

Selen: Muss über die Nahrung zugeführt werden. Es beteiligt sich am Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone und schützt vor freien, zellschädigenden Radikalen. Außerdem bindet es giftige Schwermetalle und stärkt die Immunabwehr. Es schützt die Haut vor UV-Strahlen und vor Zellalterung.

Tryptophan: regt Produktion des Glückshormons Serotonin an, Stimmungsaufhellend

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