Was bedeutet Lebensqualität für Dich?

Was bedeutet Lebensqualität für Dich?

Eine gute Frage, die sich sicher viele von euch schon einmal gestellt haben. Lebensqualität kann für jeden ganz individuell und von anderen Kriterien geprägt sein. Doch was macht für Dich eine gute Lebensqualität aus? Wie äußert sich diese? Ich persönlich habe nicht sofort gewusst, was ich brauche, um wirklich von Lebensqualität sprechen zu können. Zumindest nicht bewusst. Viele Lebenserfahrungen und Erkenntnisse musste ich über Jahre sammeln um heute der Mensch zu sein, der ich bin. Aber das ist auch gut so. Heute weiß ich besser denn je, was ich für mich persönlich benötige, um wirklich von Lebensqualität und Glück sprechen zu können. Wie sieht es mit Dir aus?

Mit diesem Beitrag möchte ich mich an der Blogparade von Stefanie Ochs beteiligen zu dem Thema „Was bedeutet LEBENSQUALITÄT für mich?“  Das Thema ist sehr inspirierend, weswegen ich mich entschied, euch zu berichten was für mich persönlich zur guten Lebensqualität gehört. Ich entschuldige mich jetzt schonmal dafür, dass es wieder so ein langer Artikel ist. Aber auch von euch würde ich gerne ein paar Meinungen hören. Dazu biete ich euch hier einige Fragen, die ihr gerne in den Kommentaren beantworten könnt. Ich bin schon sehr gespannt, was ihr mir zu erzählen habt. 🙂

  • Was macht Deine Lebensqualität aus?
  • Gab es bestimmte Ereignisse, die Dich bewusst daran erinnert haben, was wichtig für Dich ist?
  • Gibt es Personen, die dich positiv beeinflusst haben?
  • Was hat sich seitdem verändert?
  • Wie gestaltet sich dein Alltag, um die Lebensqualität aufrecht zu erhalten oder zu genießen?
  • Was tust Du, um andere Personen daran teilhaben zu lassen?

Also dann, fange ich mal an! 😉

 

Was macht Deine Lebensqualität aus?

Es gibt zwei wichtige Punkte in meinem Leben, die für mich unabdingbar sind, um wirklich glücklich zu sein: Gesundheit und vor allem Freiheit! Und ob man es glaubt oder nicht, beide Punkte sind stärker miteinander verbunden als man vielleicht denkt. Freiheit hat viele Facetten und kann für jeden anders ausgeprägt sein. Aber nur mit einem gesunden Geist und Körper kann man sie meiner Meinung nach auch voll und ganz ausleben. Und beides war bei mir nicht zu jeder Zeit immer gegeben. Umso mehr freue ich mich, dass ich dieses Ziel heute erreicht habe.

 

Gab es bestimmte Ereignisse, die Dich bewusst daran erinnert haben, was wichtig für Dich ist?

Oja! Auch wenn ich wünschte, dass ich anderes sagen könnte, leider sind es meist die schlechten Erfahrungen, die uns lernen und wachsen lassen. So auch in meinem Fall. Vor Jahren war ich noch Angestellte in einer Werbeagentur und habe es den Kollegen und dem Chef immer recht machen wollen. Natürlich konnte ich meinem Chef nichts abschlagen und habe oft auch länger gearbeitet, wenn es nötig war. Bezahlung? Fixgehalt! Also nichts mit mehr Geld für mehr Leistung. Die Überstunden durfte man abfeiern. Aber sicher kennen viele die hektischen Situationen in einem großen Unternehmen und die selbstverständliche Bereitschaft mehr an Leistung zu geben als man eigentlich müsste. Bei der Menge, die an Arbeit anfiel, war es daher unmöglich eine Zeit zu finden, bei der man die Stunden abfeiern konnte, ohne schief angeguckt zu werden (gepasst hat es nie, da immer viel zu tun war). Aber man ist ja ein guter Mensch und kollegial und möchte sein Team natürlich nicht im Stich lassen. Also sind die Überstunden in manchen Jahren einfach unter den Tisch gefallen. Schön blöd.

Auf mich war immer verlass, ich habe viel Verantwortung übernommen und bin oft eingesprungen, wenn es Ausfälle gab. Bis der Punkt erreicht war an dem ich feststellte, dass meine Gutmütigkeit auch gerne mal ausgenutzt wird und ich wesentlich mehr gebe als ich zurückbekomme. Zu dem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, wie sehr sich das auf mich und mein Sein auswirkte. Aber ich bemühte mich ab hier auch mal eine Bitte auszuschlagen und mir meinen Respekt zurückzuholen.

Ich habe in der Vergangenheit leider mehr als einmal erfahren, dass ich viel zu spät bemerke, wann ich dringend eine Auszeit benötige und völlig ausgelaugt bin. Nach dem Urlaub gings dann meist wieder aber schnell befand man sich im alten Trott.

 

Und dann kam die Diagnose

2007 bemerkte ich, dass ich für meine Verhältnisse oft Krank werde (Grippe, Erkältung, etc.). Auch war ich oft müde und erschöpft, ja manchmal sogar depressiv gestimmt. Meine Freunde und Familie sprachen mich zudem darauf an, dass ich gar nicht gut aussehe und ziemliche Augenringe habe. Also bin ich zum Arzt und hab mich mal durchchecken lassen. In der Tat hatte ich einen Eisenmangel. Ich habe mich zu der Zeit aber auch wirklich wirklich schlecht ernährt, da ich kaum Zeit hatte richtig zu kochen. Schlimmer aber noch, war der Anruf vom Arzt, ich solle in die Praxis kommen. Da war mir schon klar, das was nicht in Ordnung ist.

Und da kam die Diagnose: Veränderte Zellen und Verdacht auf Krebs. Das war ein heftiger Schock und stellte meine ganze Welt auf den Kopf. Erst da wurde mir bewusst wie stressig mein Alltag ist und ich eigentlich nie richtig über mich und mein Leben nachgedacht habe (was ich vom Leben erwarte, wie wichtige eine gute Gesundheit ist, etc.) Eins ist jedoch klar: Nach so eine Schocknachricht sieht man in der Zukunft nichts mehr als selbstverständlich. So auch ich nicht.

 

Gibt es Personen, die dich positiv beeinflusst haben?

Ja, den gab es: Mein Freund. Er war mir eine große Stütze in der harten Zeit und zeigte mir viele Möglichkeiten, damit klar zu kommen und half mir dabei mein Leben zu verändern. Denn eine ernste Krankheit kommt nicht einfach so, sondern es gibt immer Gründe dafür. Es gibt nun mal Leute die haben ein starkes Immunsystem und Leute die ein schwaches haben. Ich habe mir durch den damaligen Stress und der schlechten Ernährung kombiniert mit Mangel an Sport und Bewegung wohl letzteres herangezüchtet. Mir war klar, dass ich gravierend was verändern muss. Gott sei Dank inspirierte mich mein Freund dazu, mich mehr mit dem Thema Gesundheit und der natürlichen Heilmedizin zu beschäftigen. Unglaublich. Wenn man blind auf die Schulmedizin vertraut, bekommt man gar nicht mit, wie viele Möglichkeiten es sonst noch gibt, sich und seiner Gesundheit zu helfen. Das heißt nicht, dass die Schulmedizin schlecht ist, damit will ich nur sagen, dass es mehr Möglichkeiten geben kann, die in unserer Kultur vielleicht unerforscht, in anderen aber längst anerkannt sind. Es ist auf jeden Fall bereichernd und ich werde in Zukunft mehr zu meinen Erkenntnissen berichten.

Ohne meinen Freund wäre ich sicher ignorant geblieben und hätte nichts verändet, wenn er mir nicht mit Nachdruck deutlich gemacht hätte, dass ich einiges verändern müsse, damit ich wieder gesund werde. Mein Leben hat seitdem einen enormen Wandel durchzogen. Danke dafür, Schätzele! 🙂

 

Was hat sich seitdem verändert?

Ich habe zunächst einmal erkannt, dass ich mehr Zeit und Ruhe brauche. Ich ging bewusst dann ins Bett, wenn ich müde war, auch wenn es schon um 20 Uhr gewesen ist. Außerdem sprach ich mit meinem Chef, der wirklich sehr verständnisvoll war (hab ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet ^^). Er schaute, dass ich entlastet werde und ich konnte meinen Vertrag ein viertel Jahr später auf einen Teilzeitvertrag umändern. Ist aber echt nicht selbstverständlich, daher weiß ich das wirklich sehr zu schätzen.

Mein Freund erstellte mir einen Sportplan für Hometraining. So fing ich dann an alle zwei Tage mindestens eine halbe Stunde zu Hause Ausdauer- und Krafttrainig im Wechsel zu machen. Ich war vorher überhaupt nicht für sportliche Aktivitäten zu begeistern. Aber ich bin für meine Gesundheit über den Schatten gesprungen und bereue es keine Sekunde, ganz im Gegenteil! Nach etwa 4-6 Trainingseinheiten, fing es tatsächlich sogar an Spaß zu machen. Gerade weil man echt schnell Ergebnisse sah. Das motivierte mich enorm.

Da ich nun mehr Zeit hatte, fing ich außerdem damit an, mehr selbst zu kochen. Auf Fertiggerichte verzichtete ich komplett. Auch Fleisch strich ich später aus meinem Ernährungsplan. Außerdem hörte ich damals erstmals von grünen Smoothies. Da ich nicht gerade ein Gemüsefan bin, ist das wirklich eine gute Möglichkeit, trotzdem an Nährstoffe zu kommen. Für meinen hohen Zuckerkonsum erstellte ich mir ein Rezeptbuch mit gesunden Alternativen. Schon nach den ersten zwei Wochen sah ich deutlich gesünder aus und hatte mehr Farbe im Gesicht.

Was meine Gesundheit betrifft, habe ich mich einen Monat nach der Diagnose einer OP unterzogen. Es stellte sich heraus dass es noch kein Krebs aber ein Tumor war. Außerdem war nicht sicher, ob er ganz entfernt werden konnte. Und nichts ist schlimmer als die ständige Angst und Ungewissheit, ob da noch was vorhanden ist. Für mich war klar, dass ich alle Register ziehen muss, um Gesund zu werden. Deswegen nahm ich auch Nahrungsergänzungsmittel, die in Studien gut bei der Bekämpfung gegen meine Krankheit abschnitten. Ich habe 8 Monate konsequent jeden Tag ohne Pause diese Präparate genommen. Ein halbes Jahr nach der OP hatte ich eine Nachuntersuchung. Ergebnis: Keine auffälligen Zellen mehr, die Wunde ist gut verheilt und das Blut vollwertig, ohne irgendwelche Mängel. Boah, was war ich doch erleichtert!

Nachdem ich nur noch Teilzeit arbeitete, wurde mir erstmal wieder bewusst, wie schön es ist Zeit für sich zu haben und den Alltag nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Da ich gern kreativ bin und viele Dinge ausprobiere, habe ich mich damals mit Bloggen versucht. Die Seiten von damals gibts schon lange nicht mehr aber ich fand es sehr entspannend einfach über all das zu schreiben, was mich so interessierte. Mein Freund ist diesbezüglich auch sehr fit, sodass wir beide auf die Idee kamen „Hey! Wie wäre es, wenn wir das so richtig ausbauen?“ Der Gedanke jederzeit überall zu reisen und zu leben und seine Leistung diesmal auch wirklich vollkommen ausgezahlt zu bekommen inspirierte total. Aber vor allem war die Hauptmotivation eines: Freiheit! Die Freiheit seinen Alltag selbst zu gestalten, die Freiheit alle Dinge auszuprobieren, die man schon immer mal probieren wollte und vor allem seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, Menschen für seine Interessen zu begeistern und ihnen zu helfen.

Also begann wieder eine Zeit harter Arbeit. Neben meinem Job, nutzte ich jede freie Minute um mein Business hochzuziehen. Aber dieser zusätzliche Stress war positiv, denn ich habe soviel Freude und Spaß daran gehabt, dass man es fast schon als ein Hobby bezeichnen kann. 🙂 Hat 3 Jahre gedauert und oft gab es Momente an denen man zweifelte, ob das auch funktioniert. Aber dank unseres Durchhaltevermögens tat es das. Man muss es nur durchziehen und bei Fehlern oder Problemen nicht aufgeben, sondern neue Möglichkeiten an Land ziehen und versuchen. Das kann wirklich jeder schaffen! 🙂

Heute habe ich das Leben, dass ich mir immer gewünscht habe und mir soviel Lebensqualität bietet, sodass ich es nie wieder missen möchte.

 

Wie gestaltet sich Dein Alltag, um die Lebensqualität aufrecht zu erhalten oder zu genießen?

Eins ist klar: Man darf sein Verantwortungsbewusstsein und seinen Ehrgeiz nicht ablegen. Man sollte für sich eine gesunde Mitte finden, bei der der Fleiß auch zurecht belohnt wird. Wer jedoch zu faul ist und glaubt, das Glück kommt schon von alleine, kann wahrscheinlich lange warten. Daher habe ich mir trotzdem einen guten Tagesplan erstellt, in denen ich alle meine Pflichten und Bedürfnisse aber auch meine Ruhephasen bekomme, die ich für meine Lebensqualität benötige.

Morgens steh ich auf und beginne mit etwas Sport. Nach dem Duschen etc. setz ich mich an den PC und arbeite mindestens 6 Stunden am Tag (manchmal auch den ganzen Tag, wenn ich ein ehrgeiziges Ziel verfolge). Je früher ich aufgestanden bin, desto mehr habe ich vom Tag. Meist ist meine Arbeit zwischen 14-16 Uhr beendet. Alles was danach kommt ist meine Freizeit die jeden Tag anders aussehen kann. Ich bin wirklich sehr zufrieden und bin irgendwo auch stolz auf mich, dass ich so konsequent meine Ziele verfolgt habe. Außerdem habe ich einen Partner mit dem man das alles zusammen aufbauen konnte und das ist echt viel wert.

Was tust Du, um andere Personen daran teilhaben zu lassen?

Was ich hier von mir geschrieben habe, ist vermutlich der persönlichste Artikel auf Smoothiewelt. Aber ich habe ihn gerne geschrieben, denn es ist ein wirklich tolles Thema und vielleicht konnte ich den einen oder anderen dazu motivieren neue Wege einzuschlagen und mutig an neue Projekte ranzugehen, auch wenn der Erfolg lange Zeit nicht deutlich erkennbar ist. Was ich nach allen Erfahrungen gelernt habe, ist vor allem den Willen, seine Ziele zu verwirklichen beizubehalten, auch wenn es ein oder mehrere Niederlagen gibt. Es lohnt sich und ist in wirklich jedem Bereich realisierbar. Dafür ist die eigene Gesundheit aber das A und O. Denn nur mit genügend Power und einem gesunden starken Geist lassen sich auch große Hürden überbrücken. Deswegen bin ich auf das Thema Gesundheit auch so fixiert und möchte es meinen Lieben in Form dieser Seite auch nahe bringen und euch mit wichtigen Infos, meiner Erfahrung und wertvollen Erkenntnissen und Tipps zu einem gesünderen und besseren Leben verhelfen.

Bildquelle: Shutterstock/@BABAROGA

2 Comments

  1. Stefanie 28. April 2017 at 21:40 - Reply

    Liebe Sabine,

    vielen Dank für deinen Artikel. Ich freue mich, dass die Blogparade „Lebensqualität“ dich zu so einem persönlichen Beitrag inspiriert hat und toll, dass ich, und hoffentlich viele andere, jetzt deine „Smoothiewelt“ entdeckt haben. Da schaue ich mich doch in den nächsten Tagen etwas genauer um!

    Liebe Grüsse Stefanie

    • Sabine 29. April 2017 at 13:01 - Reply

      Oh Danke für deine Lieben Worte Stefanie. 🙂

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